Agrippastraße / Mechernich

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Mechernich

Gut 2.000 Jahre, bevor Mechernich 1972 die Stadtrechte erhielt, nutzten die Römer das heutige Stadtgebiet zum Abbau von Bleierz. Die ersten waren sie allerdings nicht: Funde von keltischen Münzen in alten Bergbauschächten verraten, dass hier schon viele Jahre zuvor nach dem „schwarzen Gold“ geschürft wurde.

Über 25 Kilometer römische Wasserleitung

Zu den eindrucksvollsten Relikten aus römischer Zeit gehören gut erhaltene Fragmente der Wasserleitung, die im ersten Jahrhundert zunächst zwischen Mechernich und Köln und später bis nach Nettersheim gebaut wurde. Da die Leitung mit einer Strecke von über 25 Kilometern durch das heutige Mechernich führte, verwundert es kaum, dass gleich mehrere über die Stadt verteilte Bodendenkmäler Einblicke in den Römerkanal ermöglichen. So zum Beispiel die Brunnenstube bei Kallmuth und das Sammelbecken Eiserfey, in dem zwei Leitungsstränge zu einer Hauptleitung zusammenliefen. Ebenfalls sehenswerte Beweise römischer Baukunst: Die Aquäduktbrücken bei Vollem und in Vussem sowie Gebäudereste bei Breitenbenden, die vermutlich zu einer Kanalmeisterei gehörten.

Erlebnisraum Römerstraße in Mechernich

Im Norden Mechernichs beginnt die Route des Erlebnisraums Römerstraße an der früheren Agrippastraße. Spaziergänger können den historischen Straßenverlauf von hier aus im Eickser Busch nachvollziehen. Wer lieber in die Pedale tritt, kann asphaltierte Radwege nutzen. Große Höhenunterschiede im Stadtgebiet führen zu teils anspruchsvollen Steigungen – und wunderschönen Ausblicken, die für jede Anstrengung entschädigen

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Foto: M. Thuns, LVR-ABR