Via Belgica / Niederzier

Gemeinde
Niederzier

Eine junge Gemeinde mit einer langen Geschichte. Das klingt paradox, entspricht in Niederzier aber den Tatsachen: Denn der Ort in seiner heutigen Form existiert erst seit dem Jahr 1972, in dem die kommunale Neuordnung des Raumes Aachen in Kraft trat. Doch archäologische Funde haben gezeigt, dass die Siedlungsgeschichte Niederziers bis in die Steinzeit zurückreicht.

Foto oben: Maximilian Schönherr / CC BY-SA 4.0
Foto rechts: Gemeinde Niederzier

Via Belgica weicht dem Braunkohletagebau

Seit Ende der 1970er Jahre prägt der Braunkohletagebau die Landschaft rund um Niederzier. Kein Wunder: Handelt es sich hierbei doch um eines der größten Braunkohlevorkommen in ganz Deutschland.

Bevor allerdings mit dem Abbau begonnen wurde, haben Archäologen das dortige Teilstück der Via Belgica untersucht. Mit Erfolg: Auf dem etwa neun Kilometer langen Abschnitt der einstigen römischen Staatsstraße zwischen Niederzier, Elsdorf und Jülich gelang ihnen ein einmaliger Einblick in den einst dicht besiedelten Lebensraum: Zu beiden Seiten der Via Belgica erstreckten sich Überreste römischer Siedlungen mit unterschiedlichsten Funktionen, die häufig nur wenige hundert Meter auseinanderlagen.

Die Lage des heutigen Niederziers wird geprägt vom Flusslauf der Rur im Westen der Gemeinde und vom Verlauf des Ellebachs quer durch den Ort. Eines der eindrucksvollsten Gebäude Niederziers – und gleichsam das Gesicht der Ortschaft – ist die Wasserburg Niederzier, in der heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist.

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